In seiner Rede in der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier von den „mit großer historischen Schuld beladenen“ Deutschen gesprochen und damit den Eindruck erweckt, dass auch die heute lebende Generation der Deutschen – die in ihrer absoluten Mehrheit die Zeit des Nationalsozialismus nicht persönlich miterlebt und damit in keiner Weise für Verbrechen dieser Zeit verantwortlich ist – einem „Volk der Täter“ angehören würde.

Diese unhaltbare Kollektivschuld, die der Bundespräsident seinen eigenen Landsleuten wider besseres Wissen aufbürdet, ist die reinste Form von Volksverhetzung, weil er damit nicht nur eine klar definierte Gruppe von erwiesenen Kriegsverbrechern sondern ein ganzes Volk pauschal zu Massenmördern erklärt. Zudem verstößt er mit diesen Aussagen gegen die Menschenwürde von Generationen Deutscher.

Erinnerung und Trauer um die Opfer als gleichzeitige Mahnung für die Zukunft ist Ausdruck und Selbstverständlichkeit eines zivilisierten Volkes im Umgang mit seiner Vergangenheit. Doch ewige Schuld oder gar Erbschuld gibt es nicht und darf es nicht geben – sie zerstört die Seele eines Volkes.

Ein Bundespräsident, der sein Volk als Täter bezeichnet, ist in dieser Position eine absolute Fehlbesetzung. Er sollte sich selbst von dieser Aufgabe befreien und sein Amt niederlegen.

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